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Frauenpolitik
Aktuell:
Beitrag für eine Publikation des Referats für Gleichstellung von Frau und Mann zu Zielen und Arbeitsweise des Beirates für Gleichstellung, 2010
Meine Motivation für die Arbeit im Gleichstellungbeirat der Stadt Leipzig
Katharina Krefft ist Ärztin in einer Rehabilitationsklinik und derzeit in Elternzeit. Sie ist seit vielen Jahren frauenpolitisch engagiert und Mitglied im Bundesfrauenrat von Bündnis 90/Die Grünen. Der Beirat soll die Interessen von Männern und Frauen in Leipzig beleuchten und ihre Situation thematisieren. Frauen sind mehr und können mehr: Frau Krefft ist daher eine breite Betrachtung von Frauenthemen wichtig - jenseits der Defizitbetrachtung und Einengung auf Opferthematik. Warum frauenkulturelle, - bildende und - politsche Arbeit so wesentlich für unsere Stadt ist und was fehlen würde, gäbe es sie nicht, ist ihr aktuelles Anliegen. Aufgabe des Gremiums ist aus ihrer Sicht darüber hinaus, Handlungsleitlinien für die Stadtverwaltung zu erarbeiten und dazu beizutragen, dass Leipzig eine moderne Stadt wird und Frauen gerne hier leben, weil sie ihre vielgestaltigen Lebenspläne hier verwirklichen können.
Pressemitteilung, 23.02.2010
Leipzigs Institutionen für Frauen, die Frauenbibliothek MonaLiesa und der Verein Frauenkultur e.V. sind bedroht
3. Leipziger Aktion „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ startet
Unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ startet zum dritten Mal die Leipziger „Brötchentütenaktion“ ab dem 25.11.2008, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“.
„Tagtäglich werden auch in Leipzig Frauen und Kinder geschlagen und beschimpft. Sie alle haben ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt. ...", so die grüne Stadträtin Frau Krefft. [Pressemitteilung vollständig lesen]

Der Frauentag 2008 war bei Bündnis 90/Die Grünen Anlaß zu Jubilieren: seit 100 Jahren dürfen sich Frauen (partei-)politisch engagieren, seit 90 Jahren dürfen sie wählen. Alles selbstverständlich? Wir fragen heute, wie steht es denn mit der Beteiligung von Frauen? Im Bundestag wie im Leipziger Stadtrat sind immerhin 1/3 der Parlamentarier Frauen. Doch in den Parteien sind die mit 20-30% an der Mitgliedschaft deutlich unterrepräsentiert. Was hält Frauen vom parteipolitischen Engagement ab.
Die Wissenschaft gibt 2 Antworten: Einmal sind Frauen neben Beruf und Familie einer dritten Belastung oft nicht aufgeschlossen, zum anderen sind die Parteistrukturen männlich dominiert.

Vor diesem Erkenntnissen führten wir am 8. März im Grünen Laden, der Geschäftsstelle von Bündnis90/Die Grünen in Leipzig, eine unterhaltsame Erörterung und gewannen manche Erkenntnis, vor allem aber die, dass politisches Engagament dann interessant ist, wenn Frauen der Rücken frei gehalten wird (also die Männer mehr Verantwortung für die Kinder übernehmen) und die Zeiten für Treffen familienfreundlich gestaltet sind (also erst nach 19 Uhr).

Katharina Krefft unterstützt die Position der AG Frauenprojekte in Leipzig zum Thema Keine Kürzungen bei Schwangerschaftskonfliktsituationen, bezogen auf die Äußerung von Staatsministerin Orosz auf der Gesundheitsministerkonferenz
Offener Brief vom 14. Juli 2006 [lesen]
Frauenpolitik ist für mich ein sehr wichtiges politisches Feld.
Hier finden Sie den Beschluss des Bundesfrauenrates
bei Bündnis 90/Die Grünen, in welchem ich für Sachsen
vertreten bin, und ein Dossier zur Genderpolitik – denn Gender Mainstreaming ersetzt keine Frauenpolitik!
Frauenpolitik ist mehr als Familienpolitik. Darum erteile ich dem Bestreben
der CDU, aus Frauenbeauftragten Familienbeauftragte zu machen, eine klare
Absage.
Frauen sind in wichtigen Positionen unterrepräsentiert. Kaum ein
großes deutsches Unternehmen wird von einer Frau geführt! In
den Kampagnen der Leipziger Stadtmarketing wird fast ausschließlich
mit Männern geworben. Dahinter steht vor allem, dass den Leistungen
Leipziger Frauen zu wenig Beachtung geschenkt wird und in Leipzig kein
Bemühen zu erkennen ist, Frauen bewusst zu beteiligen.

Frauen in Leipzig???
Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt auch in Leipzig benachteiligt. Zum Beispiel
liegt die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit im Bereich der
Agentur Leipzig bei 499 Tage, Männer sind dabei durchschnittlich
462 Tage arbeitslos, Frauen aber durchschnittlich 546 Tage.
Auf dem Foto sehen Sie ein aktuelles Motiv aus der Leipziger Image-Kampagne
"Leipziger Freiheit" - unsere Stadtratsfraktion unterbreitete
dazu kürzlich eine Anfrage an die zuständige Agentur und den
Stadtrat: hat Leipzig wirklich keine Frauen?!
Beschluss des 1. Ordentlichen Frauenrates 2005 Bündnis
90/
Die Grünen am 18./19. Juni 2005, Berlin
Oft kopiert und nie erreicht: die grüne Frauenpolitik
Die Grünen sind die Partei der Frauenpolitik. Und das werden wir
in diesem Wahlkampf auch deutlich machen. Unsere Frauen und Männer
aus dem Spitzenteam und die 16 Spitzenkandidatinnen aus den Ländern
zeigen, gemeinsam mit Joschka Fischer, dass wir, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,
die Partei der vielen starken Frauen und der erfolgreichen Frauenpolitik
sind.
Die Union hat eine Kanzlerkandidatin, aber eine rückwärtsgewandte
Frauenpolitik. Die Partei, in der wirklich Politik mit und für Frauen
gemacht wird, sind wir.
Wir haben heute ein deutlich höheres Maß an Gleichberechtigung
in Politik, Beruf und Gesellschaft als 1998. Wir haben es geschafft, dass
eine Bundesregierung und eine Parlamentsmehrheit ernsthaft an der Verwirklichung
des Gleichstellungsgedankens arbeiten. Seit 1998 sitzen in der Regierung
und im Bundestag mehr Frauen als jemals zuvor in der deutschen Geschichte.
Dies ist vor allem auf die Grünen zurückzuführen.
Unsere Bilanz dazu kann sich durchaus sehen lassen:
Wir sind angetreten, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu
einem großen gesellschaftlichen Reformprojekt zu machen und feministische
Grundsätze in die Politik zu bringen. Wir sind den Muff der Vorgängerregierung
losgeworden und haben die Modernisierung auch bei den Geschlechterverhältnissen
angepackt. [mehr,
PDF-Download, 57 kb]
Dossier zur Frauenpolitik
Genderpolitik
Frauen und Männer haben einen unterschiedlichen Alltag. Die Zugehörigkeit
zum weiblichen oder männlichen Geschlecht ist noch immer eine der
prägendsten und bedeutsamsten gesellschaftlichen Unterscheidungen.
Denn das Leben von Frauen und Männern weist in den meisten Bereichen
des öffentlichen und privaten Lebens große Unterscheide auf,
ohne dass dies immer bewusst wäre.
Beispiel Berufswahl:
Frauen machen die besseren Schulabschlüsse, 53% aller Studienanfänger
sind Frauen. Aber obwohl es ca. 400 Ausbildungsberufe gibt, entscheiden
sich die meisten Mädchen nur zwischen 10 Berufen. Und diese sind
davon geprägt, dass sie vergleichsweise schlechter vergütet
werden und geringere Aufstiegschancen bieten. Bei der Studienwahl bevorzugen
Frauen Fächer wie Sprachen, Pädagogik, Psychologie oder Medizin.
[mehr]
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