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Rede von Katharina Krefft zum Thema TagesPflegePersonen am 16.09.2009
Sehr geehrter Herr OBM, Stadträte/ innen und Gäste,
Als familienfreundliche Stadt beschäftigten uns Kinderbetreuung und der Ausbau dieser in der letzten Wahlperiode sehr. Mit dem nicht prognostizierten erheblichen Geburtenzuwachs wurde die Einrichtung von Betreuungsplätzen dringend nötig, ja, sie ist es weiterhin. Um den Bedarf annähernd gerecht zu werden, setzte die Stadt Leipzig ganz maßgeblich auf Tagespflege. Die Einrichtung hier ist kurzfristig möglich, man braucht keine baulichen Vorraussetzung zu schaffen oder Genehmigungen zur Neueinrichtung zu durchlaufen. Neben der Schaffung neuer Kinderkrippenplätze ist die Betreuung in der Tagespflege außerdem ein kostengünstiges Unterfangen für die Stadt. All zu sehr wird die Tagespflege aber nur unter diesem Gesichtspunkt betrachtet – weshalb wir gerne von Billigkrippen sprechen, um diesen Umstand anzuprangern.
Tagespflege ist eine eigenständige Betreuungsform, sie hat Vorzüge, die eine Krippe nicht bieten kann, wie familiennahe Betreuung, auch im Haushalt der Eltern, flexiblere Zeitgestaltung, sie kann aber auch manchen Vorteil der Krippe nicht wettmachen. (mehr Altersdurchmischung, Vertretung im Krankheitsfall).
Tagespflege ist mittler Weile, auch durch ihre Qualitätsentwicklung, zu einer eigenständigen Berufsform geworden, wenngleich sie als solche noch nicht anerkannt ist. Die Achtung der Tätigkeit ist aber noch verbesserungswürdig. Dazu können die Tagespflegepersonen selber beitragen, indem sie sich zusammenschließen und für ihre Interessen eintreten, und durch die Stadt Leipzig, die ihre rote Laterne bei der Vergütung der Tagespflege abgeben sollte.
Wir haben in unseren Antrag einen konkreten Vorschlag gemacht, nämlich der Empfehlung des Landesjugendamtes zu folgen und zusätzliche Leistungen wie Versicherungen anteilig zu übernehmen. In der Diskussion darüber gab es auch kritische Anmerkungen, denn die Steigerung wäre nicht befriedigend. Darum votieren wir heute über den Verwaltungsstandpunkt, der die in Frage kommenden Berechnungen aufzeigen und einen gangbaren Vorschlag im IV Quartal des Jahres machen wird, um zum 1.Januar 2010 eine Steigerung zu ermöglichen. Die Empfehlung des Landesjugendamtes ist für uns aber das unverhandelbare Minimum!
Ich freue mich, dass darüber Einvernehmen gefunden werden konnte, und hoffe, dass wir zu einer guten Lösung kommen werden, die die Tätigkeit der TagesPflegePersonen würdigt und attraktiv macht. Denn darum geht es auch!
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