Fraktion Bündnis 90/Die Grünen konnte klären:
Schulen können mit ihren Horterzieherinnen und Erziehern zusätzlich Honorarverträge schließen!

Pressemitteilung, 27.01.2010

Dezernat sieht keine steuerlichen und arbeitsrechtlichen Widerstände mehr

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Leipzig hatte im zuständigen Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule angeregt zu prüfen, ob Schulen ihr Fachpersonal, Horterzieherinnen und Erzieher, über zusätzliche Honorarverträge in das Ganztagesprogramm integrieren können. Die Stadt als Arbeitgeber für Horterzieherinnen und Erzieher in kommunalen Schulen hatte bisher steuer- und arbeitsrechtliche Diskrepanzen befürchtet und keine zusätzlichen Honorarverträge gestattet.

Dabei sind Horterzieherinnen und Erzieher oft genug auf einen anderen Teilzeitjob angewiesen, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. So gibt es bislang Erzieherinnen, die morgens Regale in Supermärkten einräumen, denn die Schulen beschäftigen ihre Erzieherinnen und Erziehern nur in 30 Stunden-Verträgen.
K. Krefft (schulpolitische Sprecherin der Fraktion): „Das ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel: Da haben die Schulen vor Ort diesen alltäglichen Bedarf an Unterstützung durch pädagogisches Fachpersonal für das Ganztageskonzept – zum anderen verweigern wir diesem, unseren Fachpersonal und den Bezugspersonen der Kinder die Finanzierung ihres vollen Engagements. Das Signal ist so richtig erfreulich – jetzt müssen die Schulen schnell reagieren und die Förderanträge für Ganztagskonzepte anpassen.“