| Erste Nagelprobe für Brühl-Investor
Pressemitteilung, 04. April 2009
Grüne fordern MfI zum Handeln auf
„Die aktuellen Probleme der Geschäfte am Brühl seien erwartbar gewesen“, reagierte der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Roland Quester, auf die Medienberichte von Ladenschließungen und deutlichen Umsatzrückgängen bei den dort ansässigen Händlern.
Bereits in der Stellungnahme der Fraktion zur potentiellen Ansiedlung eines Handelszentrums am Brühl vom März 2007, habe die Fraktion, damals insbesondere mit Bezug auf die Hainstraße, auf das Problem aufmerksam gemacht, dass selbst bei einer erfolgreichen Realisierung der neuen Brühlbebauung in der Zeit bis dahin angrenzende Bereiche schweren Schaden nehmen können: „Insbesondere sind die Auswirkungen auf die traditionelle Handelslage Hainstraße zu untersuchen und mit Partnern wie dem Einzelhandelsverband und dortigen Immobilieneigentümern ein Entwicklungskonzept für die Hainstraße zu erarbeiten. Es muss verhindert werden, das die Straße mit ihrer aktuell mangelhafte Entwicklung einem weitergehenden Trading-Down-Effekt durch Verlust weiterer hochwertiger Mieter und durch Lähmung der Entwicklung durch eine jahrelange Abwartehaltung unterliegt“, heißt es in dem Positionspapier von vor zwei Jahren.
Genau dieses ist nun bereits eingetreten, wie Roland Quester konstatierte: „Allein durch den Abriss der alten Brühlbebauung und den unattraktiven Zustand der riesigen Baufläche ändern sich bereits die Fußgängerströme, da Fußgänger attraktive, belebte und mit sinnlichen Reizen verbundene Wegstrecken immer langweiligen und unattraktiv erscheinenden Alternativrouten vorziehen. Dies kann auch eine Wiederherstellung des Durchgangs über das Baugelände zum Tröndlinring nicht kompensieren - es wäre aber eine der dringlich notwendigen Maßnahmen, diesen Bereich nicht in den nächsten Jahren einfach seinem Schicksal zu überlassen.“
Die Grüne Stadträtin aus Leipzig Mitte, Katharina Krefft erklärte: „Investor und Stadt stehen jetzt in der Verantwortung, zusammen mit dem Einzelhandelsverband, der City-Gemeinschaft und den betroffenen Händlern und Gebäudeeigentümern ein Maßnahmenpaket zu schnüren, um dem an den Brühl angrenzenden Gebiet ein Überleben in den kommenden Monaten und Jahren zu ermöglichen.“ |