Parteienübergreifend startet die 4. Leipziger Aktion „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“

Pressemitteilung, 16.04.2011

Unter dem Motto „Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte“ startet in diesem Jahr wieder die „Brötchentütenaktion“ mit der vom 08. April bis 08. Mai 2011 der Verein Frauen für Frauen gemeinsam mit verschiedenen Fraktionen aus dem Stadtrat und zahlreichen Leipziger Bäckereien ein Zeichen für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder setzen möchte. In diesem Jahr startet die Aktion dabei erstmalig parteienübergreifend. Die Stadtratfraktionen von Bündnis 90 / Die Grünen, die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Die SPD Stadtratfraktion, die SPD Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe, Die Linke, das Neue Forum und die Frauen Union spendeten Gelder und ermöglichten so die Erstellung der Brötchentüten.
Ebenfalls gespendet hat der BSV AOK als Veranstaltungspartner des Leipziger Volksbank Frauenlaufs, der am 08. Mai 2011 zum zweiten Mal stattfinden wird. Informationen zum Lauf sind auf der Rückseite der Tüte zu finden. Das Besondere an dieser Kampagne liegt in der erfolgreichen Zusammenarbeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure. Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeiten hier Hand in Hand, um die Situation von Frauen in Not zu verbessern.

In Vorbereitung der Aktion wurden zahlreiche Bäckereien, Cafés und Naturkostläden angeschrieben. Insgesamt konnten zwölf verschiedene Bäckereien, Cafés bzw. Naturkostläden für die Aktion gewonnen und 30.000 Brötchentüten in den vergangenen Tagen an diese verteilt werden.

Stadträtin Katharina Krefft, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen erklärt dazu: „Wir freuen uns, dass sich so viele Bäckerei beteiligen und wir gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Tagtäglich werden auch in Leipzig Frauen und Kinder geschlagen, gequält, beschimpft und unterdrückt. Sie alle haben ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt.“

Das Ziel der Aktion besteht darin, betroffenen Frauen Unterstützung anzubieten und Freunde und Nachbarn zu stärken, geschlagenen und unterdrückten Frauen zu helfen. 2001 wurde die Aktion erstmals in Saarbrücken realisiert. Seitdem wird sie in vielen deutschen und anderen europäischen Städten mit viel Erfolg durchgeführt und wie bereits erwähnt in Leipzig sogar schon zum vierten Mal.

„Die Notfallnummer, die auf den Tüten abgedruckt ist, veranlasst hoffentlich die ein oder andere anzurufen, die sonst nicht weiß, wo sie sich hinwenden kann. Jeder Anruf, der aufgrund der Aktion an der Notrufzentrale des Vereins Frauen für Frauen eingeht, ist ein Erfolg im Kampf gegen Gewalt. Dies ist aber auch ein Zeichen, dass trotz Gewaltschutzgesetz das Engagement der Anti-Gewaltprojekte weiterhin unterstützt werden muss.“, so die grüne Stadträtin Frau Krefft.