Frau Lippold begreift den Ernst der Lage nicht!
Pressemitteilung, 09. Februar 2009

Auf die Drogenproblematik mit einer Rotweinwette zu reagieren, zeugt von wenig Sensibilität gegenüber den berechtigten Sicherheitssorgen der Anwohnenden der Eisenbahnstraße.

War es doch die Videoüberwachung, die den Handel und Konsum von Drogen vom Bahnhof in ein kinderreiches Wohngebiet verlagerte. Es ist unkalkulierbar, wohin sich der Schwerpunkt verlagert, wenn hier eine weitere Videoüberwachung installiert wird. Und dies würde es der Gesundheits- und Sozialarbeit noch schwerer machen, Angebote zu unterbreiten, die langfristigen Folgen des Drogenmissbrauches zu mindern.

Für Leipzig ergeben sich in der Drogenproblematik zwei mögliche politische Handlungsfelder:

1. Jugendliche so stark machen, dass sie den Drogen nicht verfallen. Dazu ist auf jeden Fall eine Schulpolitik nötig, die zur Kenntnis nimmt, dass 12% Schulabbrecher-Quote nicht tragbar sind.

2. für die Anwohnenden die Verbesserung des Sicherheitsgefühls durch Polizeipräsenz erreichen. Dazu schlage ich vor, dass sich Frau Lippold mit Innenminister Buttolo bei einer Flasche bestem sächsischen Apfelsaftes ins Benehmen setzt, über die Auswirkungen der Polizeireform in Leipzig.