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ehemalige 92. Mittelschule ... so ein Schandfleck!
Von Katharina Krefft,
Stadträtin Bündnis 90/Die Grünen
Als neue Stadträtin unter anderem mit der Thematik Schulen in Leipzig
betraut, machte ich mich im Oktober 04 auf eine Schulgebäude-Rundgang
durch Leipzig.
Dabei ist mir ein beklemmender äußere Eindruck von vielen Leipziger
Schulgebäuden und Schulhöfen entstanden – neben einigen
liebevoll gestalteten wirken die meisten irgendwie schmutzig, dunkel,
lieblos. Da ich am Wochenende unterwegs war, fehlte natürlich auch
das Lebendige von lärmenden Kindern, was den Eindruck sicher steigerte.
In Grünau fiel mir besonders die geschlossene 92. Mittelschule in
der Uranusstraße durch ihren besonders katastrophalen Zustand auf.
In direkter Nachbarschaft zum Sportplatz und zur 91. Grundschule verkommt
das Gebäude, werden Fenster und Türen zerstört, Müll
abgeladen und das Gelände ist ohne Schutz. Da ich die Außenwirkung
dieses öffentlichen Gebäudes, gerade in dieser sehr sensiblen
Situation von Stadtumbau und Abriss im WK 7 als unhöfliche Zumutung
empfand, habe ich im Stadtrat eine öffentlichen Anfrage an die Verwaltung
gerichtet:
1. Wieso kommt die Stadt Ihrer Eigentümerpflicht nicht nach?
2. Warum wurde die Schule nicht gesichert (z. B. durch Verschluss an
den Fenstern und Türen des Erdgeschosses)?
3. Wie gedenkt die Stadt, das Schulgebäude vor Vandalismus und
Müllablagerungen zu sichern?
4. Wie soll es mit dem Gebäude und dem Grundstück weitergehen?
Der Beigeordnete für Wirtschaft und Arbeit, Herr Schubert, informierte
in der Sitzung am 18.11.2004 die Ratsversammlung folgendermaßen:
• Das Liegenschaftsamt bemüht sich um den Verkauf des Gebäudes,
da es nicht zuwarten ist, dass dieses Schulgebäude wieder reaktiviert
wird. Bisher ist es nicht gelungen einen Käufer oder einen Nachnutzer
zu finden.
• Die Sicherung des Gebäudes ist sehr kostenaufwändig,
es gibt keine Lösung auf Dauer, daher steht der Abriss als Ziel.
• Da durch den ersten Stock der Schule kurioserweise eine Fernwärmeleitung
verläuft, kann das Gebäude nicht problemlos abgerissen werden.
• Die Wärmeleitung muss zuerst verlegt werden, was im 1.
Halbjahr 2005 erledigt werden soll.
Mein Stadtratskollege Herr Sasama forderte die Verwaltung auf, schon
jetzt Möglichkeiten der Gestaltung der freiwerdenden Fläche
einzuplanen, damit nach Beseitigung des Schandfleckes daraus eine öffentlich
nutzbare grüne Spiel- und Erholungsfläche werden kann. Wir
bleiben dran!
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