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Gesellschafter Stadt übergeht Entscheidung des Aufsichtsrates!
Pressemitteilung, 04.07.2009
Die Entscheidung des Aufsichtsrates der St.Georg gGmbH, im Kommunalen Arbeitgeberverband zu bleiben, wurde ohne Stadtratsbeteiligung durch den Gesellschafter, die Stadt Leipzig aufgehoben.
Damit wird der Aufsichtsrat in Frage gestellt. "Wenn die Entscheidung für den Austritt bereits getroffen war, warum wurde der Aufsichtsrat damit befasst? Warum braucht es dann überhaupt einen Aufsichtsrat? Es ist unglaublich, wie mit Gremienentscheidungen umgegangen wird - der OBM disqualifiziert jede Beteiligung!. Denn: auch der Aufsichtsrat hat sich die Entscheidung unter fiskalischen UND gesundheitspolitischen Aspekten nicht leicht gemacht und ist mehrheitlich zu einer Ablehnung gekommen.
Der Austritt aus dem KAV ist falsch! Sparen auf Kosten derjenigen, die täglich für die Patienten arbeiten, zeugt von mangelnder Sensibilität für die Zukunft unserer Stadt. Pflegeberufe, wie insgesamt Sozialberufe werden immer unattraktiver. Die Folgen zeigen sich heute schon beim geeigneten Nachwuchs, der sich anderen Berufen zuwendet. Und: wir haben heute bereits erhebliche Probleme bei der Kaufkraft in Ostdeutschland. Wer die Menschen um ihr Einkommen bringt, dreht an der Schraube abwärts. Jahrzehntelange Sonderbedingungen für ostdeutsche Beschäftigte haben keine positiven Effekte auf die eigenständige wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands.
Frau Kudla und OBM Jung haben sich keinen Gefallen getan: Sie werden nicht jede Entscheidung des Aufsichtsrates zurücknehmen können. Der Affront wird sich auf meine Tätigkeit im Aufsichtsrat ganz klar auswirken. |