| Thema:
Rede von Katharina Krefft zum Antrag auf Prüfung der Hausmeisterstellen für Schulen und Turnhallen am 20.11.2008
Sehr geehrter Herr OBM, wwerte Stadträte und Stadträtinnen, liebe Gäste,
dies ist ein Antrag aus der letzten Haushaltsdiskussion; wir fordern die Verwaltung auf zu prüfen, ob nun, nachdem mehrere Hausmeisterstellen als kw-Stellen entfielen, wir nicht mehr Geld ausgeben für die Leistung, die üblicher Weise von Hausmeistern und Hausmeisterinnen erbracht wird. Ich erlebe es täglich im Kindergarten meiner Tochter, dort gibt es 2 Hausmeister, die an einzelnen Tagen in der Woche da sind, und noch andere Einrichtungen betreuen. Sie erledigen gartenpflegerische Aufgaben, Reparaturen an Haustechnik, Gerätschaften, im Sanitärbereich, sie bauen Spielzeug für die Kinder, seien es Kartonburgen oder einen Tobeplatz mit Naturmaterialien.
Die fiskalische Bedeutung von Hausmeistern und Hausmeisterinnen ist nicht zu unterschätzen. Denken sie nur daran, wie oft in den Haushaltsvorlagen steht, es könnten nur Havarien behoben werden, Ersatz- oder gar Neuinvestitionen sind nicht möglich. Ja, bitte, wer kümmert sich denn um die veralteten Sachen?
Ein weiteres Argument muss ich hier noch einbringen. Es wird gerade viel von der Arbeitsbelastung von Erzieherinnen und Erziehern gesprochen, und wir erleben es auch in kommunalen Einrichtungen, dass Stellen nicht rasch genug nachbesetzt werden können, oder Langzeiterkrankte nicht durch eine „Feuerwehr“ vertreten werden. Viele freiwillige Tätigkeiten, die von den Erziehenden erbracht werden, können nicht oder nur in Überstunden geleistet werden, vor allem kreative und dekorative Arbeiten. Hausmeister und Hausmeisterinnen entlasten also die Erziehenden! Sie ermöglichen so, dass sich die Erzieherinnen und Erzieher noch konzentrierter und in angenehmer Atmosphäre den Kindern widmen können – bzw anderen Anforderungen im Umfeld der Tätigkeit wie Dokumentation und Erhebung.
So erlebe ich Hausmeister. Von vielen Betroffenen werden uns aus anderen Einrichtungen die Probleme geschildert, insbesondere die „herrenlosen“ Turnhallen des Sportamtes. Im Gegensatz zu den Schulturnhallen, die meist von Hausmeistern betreut werden.
Wir können natürlich nur Leistungen die eingekauft werden, prüfen lassen, die anderen sind nun mal unschätzbar, aber auch bei der Betrachtung werden wir feststellen: unterm Stich sind Hausmeister wirtschaftlich sinnvoller as aufwendige Einbestellung von Dienstleistern.
Der Verwaltungsstandpunkt ist nicht akzeptabel. Sie behaupten mit Verweis auf städtisches Handeln, sie würden bereits prüfen, nehmen aber das Ergebnis der Prüfung VORAUS – und behaupten, der Einsatz der Hausmeister sei unwirtschaftlicher. So geht es nicht, wir bleiben bei unseren Antrag und ich bitte Sie, werte Stadträte und Stadträtinnen, um ihre Zustimmung!
Bemerkung: Dem Antrag wurde mit den Stimmen ALLER Stadträte zugestimmt, der OBM stimmte als einziger dagegen.
|
|