| Thema: Bildungsbericht Leipzig Antrag Nr. IV/A vom 04.06.2008
2006 wurde erstmalig ein nationaler Bildungsbericht vorgestellt, der zweite erscheint im Juni 2008. Damit kann eine Situationsanalyse und in der Fortschreibung eine Entwicklungsanalyse vorgelegt werden. Das Beleuchten der Bildung mittels Indikatoren ist die Basis für wirkungsorientierte Bildungssteuerung. Bewertungen können vorgenommen, Maßnahmen entwickelt, diskutiert und eingeleitet werden. Die Attraktivität einer Stadt hängt heute und in Zukunft ganz entscheidend von der Qualifikation ihrer BewohnerInnen ab. In den neuen Ländern wird das Erwerbspersonenpotenzial in den nächsten Jahren deutlich schneller schrumpfen als im Westen Deutschlands und im Jahr 2050 bei 47% von 2006 liegen. Nicht unrealistisch ist dass Ostdeutschland als eine Region mit Fachkräftemangel eine gleich bleibend hohe Arbeitslosenquote behält. Nur durch eine bessere allgemeine Qualifikation und konsequente Weiterbildung der hier lebenden Menschen kann dies verhindert werden. Die Schulnetzplanung in Leipzig ist planerische Grundlage für das Leipziger Bildungsangebot. Sie weist den mittel- und langfristigen Schulbedarf und die Schulstandorte aus. Planungsgrundsätze sind wohnhafte Kinder, territoriale Ausgewogenheit, Nachfrageveränderungen, sich verändernde Anforderungen an Schule, für die beruflichen Schulzentren wirtschafts- und Sozialstruktur, örtliche, bauliche und räumliche Bedingungen eines Standortes sowie Sonderbetrachtungen wie Schüler mit Behinderung, Schulwege, Trägerschaft. (siehe SNP bis 2015). Diese Planungsgrundsätze können durch einen regionalen Bildungsbericht sowohl vertiefter betrachtet als auch ergänzt werden. In beiden Fällen erwächst die Chance, die nächste Schulnetzplanung dahingehend zu qualifizieren, dass Bildungschancen in Leipzig regional ausgewogen sind und für benachteiligte Stadtbezirke gezielt Maßnahmen eingeleitet werden können. Außerdem kann der Blick über Bildung in der Schule hinaus gerichtet werden. Für die Erstellung können Erfahrungen aus München herangezogen werden. Anhang: Indikatorengruppen für den Bundesbildungsbericht [herunterladen]
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