Thema: Anfrage Nr. IV/F vom 14.02.2006 an den Oberbürgermeister zur Ratsversammlung am 22.03.2006 zum Thema Millionen für das Ostwald-Gymnasium

Wie durch einen Bericht des MDR-Magazins „Hier ab vier“ bekannt wurde, hat die Krupp-Stiftung der Stadtverwaltung finanzielle Unterstützung zur Sanierung des Spezialisten- und Spezialistinnen-Gymnasiums „Wilhelm Ostwald“ angeboten und um Stellungnahme gebeten. Wir fragen an:

1. Welches Angebot hat die Krupp-Stiftung gemacht und was wurde in Aussicht gestellt?
2. Wie hat die Stadtverwaltung auf das Angebot reagiert?
3. Warum wurde der Stadtrat, insbesondere die Schulnetzplanungsgruppe, darüber nicht informiert und in die Beratung einbezogen?
4. Hat der Freistaat in 2005 Fördermittel in Höhe von 6,5 Millionen € für die Schule bereit gehalten, für welche die Stadt Leipzig die Komplementärmittel nicht bereitstellen konnte?

Der Investitionsstau an Leipziger Schulgebäuden beläuft sich laut Stadtverwaltung auf 535 Millionen €. Da die Sanierung des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums mit 8,62 Millionen € veranschlagt wird, bevorzugt die Stadtverwaltung aus Kostengründen den Umzug in das Gustav-Hertz-Gymnasium in Paunsdorf. Vor diesem Hintergrund fragen wir weiter:

5. Welche Möglichkeiten der Sanierungsfinanzierung wurden bisher und mit welchem Ergebnis geprüft?
6. Wie stellt sich der Abruf von Fördermitteln pro SchülerIn im Vergleich zu anderen sächsischen Städten, z. B. Chemnitz, bei der Sanierung von Schulen dar?
7. Was gedenkt die Stadtverwaltung zu unternehmen, um mehr Fördermittel für die Schulsanierung abrufen zu können?